Der Modeempfang im Bundeskanzleramt fand auf Einladung von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gitta Connemann, in Kooperation mit dem Fashion Council Germany statt. Die Einladung anlässlich der Berlin Fashion Week war dabei weitaus mehr als ein gesellschaftlicher Termin – sie war ein klares Bekenntnis zum Modestandort Deutschland.

Auch für den Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie ist diese Anerkennung von besonderer Bedeutung. Deutsche Modemarken sind weit über die Grenzen Europas hinaus für ihr gutes Design und hohe Qualität bekannt. Die deutsche Textil- und Modeindustrie erwirtschaftet mit rund 1300 Unternehmen in Deutschland rund 30 Milliarden Euro Umsatz. Sie sichert über 100.000 Arbeits- und Ausbildungsplätze und ist ein wichtiger Teil der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft.
Der Hausherr, Bundeskanzler Friedrich Merz, ließ es sich trotz eines Treffens mit den Staatschefs der baltischen Staaten in Berlin nicht nehmen, die Gäste des Modeempfangs persönlich zu begrüßen- ein starkes Symbol für die gestiegene politische Wahrnehmung der Modebranche.
Dabei nahm der Kanzler Bezug auf das in seiner Heimat, im Sauerland ansässige Familienunternehmen Falke, das sich von einem Sockenhersteller zu einer international anerkannten Premium-Marke entwickelt habe und der Kanzler weiter: „Seien Sie auch eine Marke!“. Das von ihm gewählte Beispiel Falke stehe für die Fähigkeit deutscher Unternehmen, aus handwerklicher und industrieller Kompetenz heraus starke Marken mit internationaler Strahlkraft zu entwickeln.
Aus Sicht des Gesamtverbandes kommt diese Aufmerksamkeit zum richtigen Zeitpunkt. Die Unternehmen der deutschen Textil- und Modeindustrie investieren massiv in nachhaltige Produktionsverfahren, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, technische Textilien und innovative Materialien. Gleichzeitig stehen sie vor enormen Herausforderungen: hohe Energiekosten, Bürokratielasten, internationale Handelsverwerfungen und ein zunehmend unfairer Wettbewerb durch globale Onlineplattformen setzen die Unternehmen unter Druck.
Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie begrüßt deshalb die Initiative ausdrücklich. Der Empfang war nicht nur ein Fest der Mode, sondern ein klares Bekenntnis zu einer Branche, die wirtschaftliche Stärke, kulturelle Identität und Innovationskraft auf einzigartige Weise verbindet. Nun gilt es, diesem Signal konkrete politische Maßnahmen folgen zu lassen, damit Deutschland auch künftig ein starker und international wettbewerbsfähiger Textil- und Modestandort bleibt.
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